Manchmal reicht es, einen Raum zu betreten, in dem echte Arbeit geleistet wird, um sofort zu verstehen: Genau hier trägt sich soziale Realität. Nicht durch Parolen und Hochglanzpräsentationen, sondern durch Menschen, Kartons, kurze Gespräche im Vorbeigehen, gemeinsame Entscheidungen – und durch die Bereitschaft, das Notwendige zu tun. Jetzt.
So sieht unsere Zusammenarbeit mit KileLe aus.
Auf den Fotos sieht man das Entladen von Fahrzeugen, das Sortieren von Hilfsgütern, Absprachen vor Ort, Bewegung von Raum zu Raum – jede und jeder weiß, was zu tun ist. Kartons mit Kleidung, Spielzeug und Materialien für Kinder und Familien sind hier kein Hintergrund, sondern Arbeitsumgebung. Hilfe wird nicht inszeniert – sie geschieht.
Für OmO MEcoVEA ist diese Partnerschaft eine logische Fortsetzung unserer Arbeit. Wir kamen nicht mit fertigen Konzepten, sondern mit dem Verständnis, dass Nachhaltigkeit nur dort entsteht, wo internationale Initiativen auf starke lokale Strukturen treffen. KileLe ist genau eine solche Struktur.
Wie Hilfe von innen aussieht
In den Fluren und Räumen von KileLe herrscht keine Hektik, obwohl viel zu tun ist. Die Abläufe sind ruhig und abgestimmt. Manche entladen Kartons, andere sortieren, wieder andere klären, wohin die nächste Lieferung geht.
Entscheidend ist: Alle sind eingebunden – Mitarbeitende, Partnerinnen und Partner, Ehrenamtliche. Das schafft ein seltenes Gefühl von Vertrauen. Fragen stellen, Vorschläge machen, Verantwortung übernehmen – ohne unnötige Umwege. So entsteht soziale Arbeit, die wirklich funktioniert.
KileLe: mehr als eine Ausgabestelle
KileLe arbeitet im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe – Jugendhilfe im eigentlichen, menschlichen Sinn. Es geht nicht um punktuelle Interventionen, sondern um Begleitung und Unterstützung über längere Zeiträume. Rund um die Organisation hat sich ein stabiles Netzwerk entwickelt, darunter staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure, für die KileLe eine verlässliche Anlaufstelle ist.
Wichtig ist für uns: Hilfe steht hier nicht außerhalb eines Systems. Alles, was angenommen und verteilt wird, fließt in konkrete Programme ein – zur Unterstützung von Familien, zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, zur Schaffung sicherer Räume und stabiler Perspektiven.
Zusammenarbeit statt formeller Partnerschaft
Unsere Zusammenarbeit mit KileLe ist kein Vertrag auf dem Papier, sondern gemeinsame Verantwortung in der Praxis. Eine zentrale Rolle spielt dabei der menschliche Faktor. Die Koordination mit den Partnern – insbesondere mit aktiver Beteiligung von Cindy Uhlmann – schafft Vertrauen und Handlungsfähigkeit, ohne die solche Projekte nicht möglich wären.
Ebenso wichtig ist die persönliche Präsenz des stellvertretenden Leiters von KileLe, Stefan Tischer. Wenn Führung sichtbar im operativen Alltag mitarbeitet, setzt das Maßstäbe – für Verantwortung, Offenheit und eine echte Partnerschaftskultur.
Warum das für OmO MEcoVEA wichtig ist
Für OmO MEcoVEA ist diese Zusammenarbeit ein anschauliches Beispiel dafür, wie eine internationale humanitäre Initiative sinnvoll in eine lokal verankerte, professionell arbeitende Struktur eingebettet werden kann. Es geht nicht um Unterstützung „von außen“, sondern um Beteiligung: gemeinsame Planung, Ressourcenteilung, persönliches Engagement.
Solche Partnerschaften sind für uns der Kern humanitärer Arbeit. Kein symbolisches Dabeisein, sondern ein fortlaufender Prozess. Wir erleben, wie sich die internationale Erfahrung von OmO MEcoVEA mit der lokalen Expertise von KileLe verbindet – und daraus ein spürbarer Nutzen für Menschen entsteht.
Solidarität ist in diesem Zusammenhang kein Wort. Sie ist Praxis. Sie beginnt mit einfachen Handgriffen: den Kofferraum öffnen, einen Karton anheben, zuhören, sich abstimmen – und weitermachen.